Seiteninhalt
Woda Nie Zna Granic - Wasser kennt keine Grenzen
Skulptur für Völkerverständigung
Künstler: Ewelina Szczech-Siwicka (*1932), Henryk Siwicki (*1950), Ryszard Kaczor (*1950) und Wolf Bröll (1950-2016)
Ort: Geismartor, Wallaufgang
Objekt: 7 Diabassteine, 180 x 180 x 350 cm, 1988
Zuständigkeit: Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen
Die Plastik aus sieben schwarzen, glänzend polierten Diabassteinen wurde 1988 anlässlich der zehnjährigen Städtepartnerschaft zwischen Göttingen und dem polnischen Torun aufgestellt. Sie ist ein Gemeinschaftswerk der polnischen Künstler Ryszard Kaczor, Henryk Siwicki und der Künstlerin Ewelina Szczech-Siwicka, die in Polen als Grafikerin und Bildhauerin bekannt ist. Als vierter im Bunde kam der in Northeim bei Göttingen lebende Künstler Wolf Bröll dazu. Er hat den Diabasstein für die Skulptur mit beigesteuert. Das Konzept für die mehrteilige Skulptur, das fernab von gegenständlicher Darstellung Grenzüberwindung und Völkerverständigung thematisiert, erarbeitete die deutsch-polnische Bildhauergruppe speziell für diesen Anlass. Das Motiv des von Wasser geglätteten und konturierten Steins lehnt sich an die Ideenwelt Wolf Brölls an, die in diesem Werk eine spannungsreiche Weiterentwicklung erfährt. Aus einem Stein werden bei dem deutsch-polnischen Kunstwerk sieben Steine, die ganz unterschiedliche Oberflächenstrukturen aufzeigen. Allen gemeinsam ist, dass sie geglättet sind, so dass der Blick wie Wasser problemlos über die unterschiedlichen Wellen und Buckel hinweggleiten kann, während die ansonsten bruchrauh belassenen Steine ersichtlich auseinandergerückt wurden. Zwischen ihnen liegen Gräben. Es sind die Künstler, die hier beständig wie Wasser an diesen Steinen arbeiten, die Oberflächen bearbeiten und polieren, bis es zumindest dem Blick gelingt, über die Gräben hinweg zu sehen.
Siehe auch: Mensch und Wissenschaft / Tierskulpturenensemble / Steinbewachsene Torsi
